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Das Waldidyller Berghotel Falkenhorst muss im Februar schließen


Die Inhaber hoffen, dass sich eine Nachnutzung findet. Nur der Gastronomie räumen sie keine Chance mehr ein.

Das Berghotel Falkenhorst in Waldidylle wird am 22. Februar seinen Hotel- und Restaurantbetrieb einstellen. Darüber informierte Bärbel Pfannenschmidt-Cugier, der gemeinsam mit ihrem Sohn das Hotel gehört. Die Entscheidung sei ihnen sehr schwer gefallen, sagte sie. Schließlich steckt viel Herzblut und auch Geld im Falkenhorst. Aber es musste ein Schlussstrich gezogen werden. „Es ist in knapp vier Jahren nicht gelungen, das aufwendig restaurierte Haus kostendeckend zu bewirtschaften“, sagte Frau Pfannenschmidt-Cugier. Vor allem an den Wochentagen seien nicht genug Gäste gekommen, sodass die Inhaber die Entscheidung treffen mussten, das Haus zu schließen. „Alle ausstehenden Forderungen werden selbstverständlich sorgfältig beachtet“, teilte Frau Pfannenschmidt-Cugier mit und fügte hinzu: „Wir werden alles begleichen.“

Berghotel Falkenhorst
Das Berghotel Falkenhorst in Waldidylle wurde liebevoll saniert und eingerichtet. Dennoch muss es Ende Februar schließen. Damit verliert auch Thomas Budach – er ist hier seit drei Jahren Küchenchef – seine Anstellung.Foto: Egbert Kamprath

Sie bedauert, dass die vier Mitarbeiter, die im Hotel beschäftigt sind, mit der Schließung ihre Arbeit verlieren werden. „Wir haben sehr engagierte Leute.“

Die Inhaber hoffen nun, dass sich für das Haus eine neue Nutzungsmöglichkeit ergibt, jemand dafür eine zündende Idee hat. Nur einem räumen sie keine Chance mehr ein: einem neuerlichen gastronomischen Betrieb. An einen Verkauf der Immobilie selbst denken sie bislang nicht. Dafür sind sie viel zu sehr mit dem Gebäude verbunden. „Das ist mein Elternhaus“, erzählte Frau Pfannenschmidt-Cugier. Das Hotel ist 1938 von ihrer Familie erbaut worden und florierte. Vor allem verkehrte hier die Dresdner Künstlerschaft. Zu DDR-Zeiten wurde es verstaatlicht und als Ferienheim vom Gewerkschaftsdienst FDGB genutzt. Nach der Wende wurde es geschlossen und verfiel immer mehr.

Frau Pfannenschmidt-Cugier, die inzwischen längst in Hamburg lebte, und ihre Familie fühlten sich verpflichtet. Sie bekamen das Haus Ende der 1990er-Jahre zurück und ließen es mit viel Liebe sanieren. Im Jahr 2004 konnte das Berghotel wieder eröffnen.

Der Falkenhorst verfügt über 25 Betten und 40 Restaurantplätze sowie eine Sauna. Die Inhaber hofften, an alte Traditionen anknüpfen zu können. Doch dieser Wunsch erfüllte sich nicht.

Von Mandy Schaks, Sächsische Zeitung
Montag, 26. Januar 2009

Externe Links:

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