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Feuer bei der singenden Wirtin


Von Franz Herz, Sächsische Zeitung 01. 10. 2008

Gestern Nacht gegen vier Uhr hört Uwe Liebscher ein merkwürdiges Knacken vor dem Haus. Er sieht nach und bemerkt ein Feuer vor dem benachbarten Gasthaus „Zugspitze - Zur singenden Wirtin“ im Altenberger Ortsteil Waldidylle. „Nur gut, dass er sofort die Feuerwehr angerufen hat, damit hat er schlimmeren Schaden verhindert“, lobt Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) seine Umsicht.

Als die Feuerwehr kommt, steht der Holzstapel in hellen Flammen. Diese züngeln an der Fassade empor und haben die Holzverkleidung im ersten Stock erreicht. Die Falkenhainer Feuerwehr ist die Erste am Brandort, danach kommt die Altenberger mit drei Fahrzeugen.

Die Tanklöschfahrzeuge aus Schmiedeberg und Dippoldiswalde werden zusätzlich alarmiert, um einen größeren Wasservorrat zu haben. Zur Sicherheit rückt auch der Hubsteiger aus Dippoldiswalde aus. „Wir wissen ja nicht, ob es unter der Holzverkleidung weiter bis ins Dach brennt. Dann müssen wir von oben her angreifen“, erklärt Einsatzleiter Harald Berger das Vorgehen.

Das Feuer ist schnell gelöscht. Veith Hanzsch, der stellvertretende Kreisbrandmeister, ist rundum zufrieden mit der Arbeit der Kameraden. Er spricht von einer „perfekten Feuerwehrtaktik“. Ein älterer Mann, der im Haus wohnt, wird mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Zur Brandursache kommen schnell Spekulationen auf. Zumal das Gerücht umgeht, dass der Brandstifter, der 2007 für eine Brandserie in Altenberg verantwortlich war, wieder auf freiem Fuß sei. Aber das stimmt nicht. Der Mann ist noch in Haft, bestätigt die Justizvollzugsanstalt in Bautzen. Auch schließt die Polizei nach ersten Ermittlungen eine vorsätzliche Brandstiftung aus.

Erheblicher Schaden

Aber mit diesen Fragen kann sich die singende Wirtin Monika Söhnel nicht aufhalten. Sie und ihre Mitarbeiterinnen packen sofort an. Ihr Ziel ist, dass die Gaststätte am heutigen Mittwoch wieder öffnet. „Es muss weitergehen. Wir sehen jetzt zu, dass wir die Fenster sauber bekommen, die Räume in Ordnung und den Rauchgeruch raus. Ich habe Anmeldungen von Bussen. Meine Gäste will ich ja nicht enttäuschen und zum Brandschaden noch einen längeren Betriebsausfall bekommen“, sagt die Inhaberin. Die Gaststube blieb vom Feuer verschont. Hier nimmt Kellnerin Christina Seidel die Gardinen ab, in denen der Qualmgeruch hängt.

Der Schaden ist erheblich, kann aber noch nicht beziffert werden. Das Lebensmittellager im Keller ist unbrauchbar. Elektroleitungen sind angeschmort. Auch die Heizung funktioniert nicht mehr. Handwerker beginnen sofort mit Reparaturarbeiten. Was genau außen am Gebäude passiert ist, müssen Fachleute erst untersuchen.

 

Externe Links:

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Hirschsprung

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