Von Karin Grießbach, Sächsische Zeitung Weißeritzkreis, 29. 07. 2008
Gut zwei Jahre haben die Mitglieder des Heimatvereins Waldidylle am Entwurf für eine Gestaltungssatzung für ihren Ort getüftelt. „Wir wollen, dass unser einzigartiges Ortsbild bei Neubauten und Modernisierungen erhalten bleibt“, nennt Vereinsvorsitzender Erik Warschau den Grund, warum er und seine zurzeit 26 Mitstreiter sich diesem arbeits- und zeitaufwendigen Kraftakt gestellt haben.
Ganz besondere Häuser
Das Ortsbild wird heute vor allem durch Häuser geprägt, die in den 1930er-Jahren gebaut wurden. „Alle haben den typischen Baustil mit Natursteinsockel und einer ganz speziellen Dachneigung. Die Giebel der Häuser sind mit Holzschindeln verkleidet“, erklärt der gelernte Maler, was die Bebauung in seinem Heimatort so besonders macht.
Er wohnt selbst in so einem Haus. Momentan liegt der Entwurf in Altenberg, zu dem Waldidylle seit 1999 gehört. Die Vereinsmitglieder hoffen, dass er bei den Mitgliedern im Stadtrat auf Zustimmung stößt und dann an die Genehmigungsbehörden weitergereicht werden kann. Aber nicht nur um das Aussehen der Häuser im Ort kümmern sich die Vereinsmitglieder. Seit einigen Jahren engagieren sie sich für den Bau und den Erhalt eines Wanderwegenetzes rund um den Ort. Beim Arbeitseinsatz im Frühjahr befestigten sie ein Stück des Panoramaweges zwischen dem Hirschsprunger Weg und dem Berghotel Falkenhost und beseitigten Stolperstellen. Rund um den Ort wurden 70 Wanderschilder neu aufgestellt oder erneuert. Von einem Schnitzer aus Schmiedeberg ließen die Heimatfreunde zwei Tafeln anfertigen, die Besucher an den Ortseingängen willkommen heißen. Als gelernter Maler und Grafiker kümmerte sich der Vereinschefs um deren Gestaltung.
Dankbar sind die Vereinsmitglieder, dass ein vor drei Jahren von ihnen eingerichteter Skiwanderweg im Winter unentgeltlich vom Sportverein aus dem Nachbarort Oberbärenburg gespurt wird. Das Regierungspräsidium in Dresden hat zwar inzwischen ihrer gemeinsamen Bewerbung um das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“ eine Absage erteilt. Die daraus entstandene Zusammenarbeit mit den Mitgliedern vom Freundeskreis Kurort Oberbärenburg wollen die Heimatfreunde aus Waldidylle aber in jedem Fall weiterführen.
Neuer Standort fürs Festzelt
In diesem Jahr waren ihre Nachbarn aus Falkenhain mit der Ausrichtung des Dorffestes an der Reihe. Die beiden Orte feiern immer gemeinsam und wechseln sich bei der Organisation ab. Gleich nach den Sommerferien müssen sich Erik Warschau und seine Mitstreiter jedoch um einen neuen Standort für das Festzelt in ihrem Dorf für das kommende Jahr kümmern. Auf dem bisherigen Platz, einem Feld unweit der Gaststätte „Zugspitze“, entsteht gegenwärtig ein neues Eigenheim.
Bei einer zünftigen Grillparty an einer Wanderhütte vor dem Restaurant „Zugspitze“ wird alljährlich auch der Maibaum aufgestellt. Viel Zuspruch findet inzwischen ebenfalls eine vom Verein veranstaltete Wintersonnenwendfeier.
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