Dienstag, 13. Dezember 2005
(Sächsische Zeitung)
Gestern für Sie am Hörer
Besorgt beobachtet Günter Berndt das Geschehen am Bahnhof der Kleinbahn in Dippoldiswalde. „Dort wächst das Unkraut bald die Tür zu“, berichtet der Dippoldiswalder. Auch das Laub müsste mal zusammengekehrt werden. Er habe den Eindruck, dass die Firma, der der Bahnhof gehört, nur einmal im Jahr Ordnung schaffen lässt. Das ist offensichtlich zu wenig. Unter den jetzigen Zuständen leidet das ganze Wohngebiet darunter. In der Stadtverwaltung Dippoldiswalde sind noch keine Beschwerden zum Zustand des Bahnhofsgebäudes eingegangen, sagte Hauptamtsleiterin Irena Hofmann. Die SZ wird sich mit dem Besitzer der Immobilie in Verbindung setzen.
Ein ganz anders Problem liegt Regina Vogler am Herzen. Zusammen mit ihren Mann und der Familie Reuter wohnt sie auf dem Hirschsprunger Weg in Waldidylle. Mitte August wurde hier ein Abwasserkanal gelegt und eine neue Stromleitung verlegt. Im Zug dieser Arbeiten wurde auch die Straßenlaterne abgebaut. Nun ist es vor den Häusern der beiden Familien duster. „Ich habe schon zehn Mal auf dem Bauamt angerufen und wurde immer wieder vertröstet“, beklagt sie. Bauamtsmitarbeiter Gerold Grießbach hätte immer wieder gesagt, dass man im Moment kein Geld habe, um die Laterne aufzustellen.
Bauamtsleiter Andreas Gabler bestätigt das und erläutert die komplizierte Gemengelage. Der Abwasserzweckverband hat in diesem Jahr den Abwasserkanal neu verlegt. In diesem Zuge erneuerte der Energieversorger Esag auch die Stromleitungen. Die oberirdischen Kabel verschwanden in die Erde.
Gleichzeitig wurde die Straßenlaterne abgekoppelt. „Wir bemühen uns, die Straße im nächsten Jahr in Ordnung zu bringen“, stellt Gabler in Aussicht. Sie soll eine Straßenentwässerung und eine neue Asphaltdecke bekommen. Außerdem will die Stadt drei oder vier neue Laternen aufstellen.